Landfrauenvereinigung Bezirk Hinwil 1985–2000

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Chronologie

Wechsel im Präsidium

1985 Vreni Hug tritt nach 26 Jahren im Vorstand, davon 12 als Präsidentin, auf Ende 1984 zurück. Vorerst gelingt es nicht, eine Nachfolgerin zu finden, später wird Nelly Maag zur Interimspräsidentin und im Jahr darauf definitiv gewählt. [1]

1985 Fröid und Leid i de Familie ist das Motto des Landvolkabends vom 5. Februar im Hirschen Hinwil. Die Volkstanzgruppe Hinwil und der Trachtenchor Bubikon wirken mit. Aus dem Erlös des Herbstmarktes 1984 von 36'000 Franken gingen 10'000 Franken an die Paraplegikerstiftung Basel und der Rest kam der Ländlichen Familienhilfe zugute. Nach dem Referat von Pfarrer Ambauen aus Wald überrascht die Rock-and-Roll-Gruppe der Landjugend Pfäffikon das Publikum. [2]

1985 An der Jahresversammlung vom 21. März wird eine Bittschrift an den Bundesrat unterzeichnet. Es wird darin auf die grosse Beunruhigung hingewiesen, die angesichts des drohenden Waldsterbens unter den Bäuerinnen herrscht. [1]

1987 Der Kantonalverband will einen neuen Härtefallfonds erstellen. Der Vorstand des Bezirks Hinwil beschliesst jedoch, seine entsprechenden Mittel weiterhin selbst zu verwalten. [1]

1987 Der Vorstand und die Vertrauensfrauen besuchen am 19. November die Sauerkrautfabrik Masshard in Hinwil. [3]

Das Jubiläum von 1988

1988 Die Vereinigung zählt 750 Mitglieder und feiert ihr 50-jähriges Bestehen. [4] Die Jahresversammlung vom 9. Februar 1988 hat dafür einen Kredit von 6000 Franken bewilligt. [3]

Die Volkstanzgruppe Hinwil und die Familienkapelle Hauser wirken an der Jubiläumsveranstaltung vom 6. April im Hirschen Hinwil mit. Berichte, Grussbotschaften und Gedichte werden vorgetragen. «Dorli Nyffeler verglich die Landfrauen mit den Bienen. Emsig sind sie täglich am Werk zum Wohl der Familie und des ganzen Volkes. Die Biene ist ja auch weltweit das Symbol der Landfrauen, und es war sehr interessant zu hören, dass weltweit über sieben Millionen Frauen für die gleichen Anliegen einstehen.» [5] Ein weiteres Gedicht von Dorli Nyffler und Elsbeth Scherrer fasst die Geschichte der Landfrauenvereinigung zusammen (siehe Ausschnitt weiter oben).

Die Hauptreferentin Landvolkabends – am gleichen Tag und am selben Ort – ist Frau Doktor Nabholz, Tierärztin im Jura. Am Schluss wird das Theaterstück Die Wasserkur aufgeführt, gespielt von einigen aktiven Landfrauen. [4] Jede Teilnehmerin erhält ein Tonförmli mit den Bienensignet der Landfrauen als Erinnerung. Der Vorstand hatte davon 1000 Stück bestellt. [3]

1988 Der Zürcher Oberländer vom 2. Dezember druckt einen Bericht über das Ghangetwies-Wochenende. Zum zehnten Mal haben sich Landfrauen hierzu einem besinnlichen, gemütlichen, geselligen und sogar schöpferischen Wochenende im Haus der jungen methodistische Kirche auf dem Hasenstrick getroffen. Diesmal bestand die Gruppe aus fast 40 Frauen und das Thema lautete: «Mit Spannungen leben». Hedi Müdespacher, eine Bäuerin aus Hinwil hatte zehn Jahre zuvor das erste derartige Wochenende organisiert. Da gab es bereits die einwöchigen «Gwattferien» für Bäuerinnen. Weil nicht alle daran teilnehmen konnten, realisierte sie einen kürzeren Anlass in der näheren Umgebung. «Entspannung und Geselligkeit machen jede Arbeit wieder leichter», so der Grundgedanke. [6]

Vielfältige Aktivitäten

1990 Das Motto des Herbstmärts lautet: Vom Korn zum Brot.

1991 Am 22. Februar findet im Hirschen Hinwil der vierte Landvolkabend statt. Präsidentin Nelly Maag blickt auf den Herbstmarkt vom September 1990 zurück. Es resultierte ein Reinerlös von 56'000 Franken zu Gunsten der Ländlichen Familienhilfe. Mit etwa 50 Einsätzen pro Jahr ist Hinwil derjenige Bezirk, der diese Unterstützung in Notlagen am meisten in Anspruch nimmt. [7]

1993 An der Jahresversammlung vom 26. Februar wird bekannt, dass im ganzen Kanton lediglich 23 Frauen die Ausbildung zur Bäuerin absolvieren. Die Bäuerinnenschule in Uster wird geschlossen. [3]

1993 Am 8. März besuchen Landfrauen aus dem ganzen Kanton Zürich eine Sitzung des Kantonsrates. Eingeladen hat Kassierin Annelies Schneider-Schatz, die dem Rat seit 1991 angehört. [3]

1993 Die Landfrauenreise führt in die Flumserberge. Zwei Cars sammeln die Teilnehmerinnen im Oberland ein und treffen sich dann beim Schützenhaus Rüti.

1993 Wie üblich wird der Herbstmarkt im Ritterhaus Bubikon nach seinem Abschluss gründlich analysiert, um Lehren für die nächste Durchführung festzuhalten. Das Protokoll vom 16. November 1993 vermerkt dazu: «Etwas mühsam war es mit der Fernsehgesellschaft, machten sie uns Vorwürfe, wir haben die Vorschriften nicht eingehalten.» Der Markt diente dem Schweizer Fernsehen als Kulisse für Aufnahmen zur Sendung Für Stadt und Land. [3]

Altrüti, 1994

1994 110 Delegierte des Schweizerischen Landfrauenverbandes, viele in Trachten gekleidet, treffen sich am 27./28 April in Winterthur. Sie vertreten 72'000 Frauen in 19 Kantonen[8] und fordern in einer Resolution die wirksame Unterstützung der Familienpolitik und eine bessere Anerkennung der Hauswirtschaft. Zum Abschluss der Tagung tanzen die Teilnehmenden auf der Altrüti in Gossau zusammen einen Reigen. [9] Die Hinwiler Landfrauen sorgen für die Verpflegung.

1995 Nelly Maag tritt nach zehn Jahren als Präsidentin zurück. Ihre Nachfolgerin wird Barbara Wintsch. [3]

1996 Die Landfrauen beteiligen sich an der Züri Oberland Mäss (ZOM). Der Anlass dauert Ende August mehrere Tage, an denen die Frauen jeweils in zwei Schichten im Einsatz sind. [3]

1997 Landvolkabend am 15. März in der Blume Fischenthal. Die Schule Girenbad musiziert als GyrenBand.

1998 Der Vorstand fragt sich am 24. März , ob der Herbstmarkt im kommenden Jahr am letzten Wochenende im September (25./26.9.) oder doch besser am ersten Wochenende im Oktober stattfinden solle. Man einigt sich auf das im September, obwohl der Zahltag «der Leute» am 25. vielleicht noch nicht auf dem Konto ist. [10] Der Entscheid scheint richtig gewesen zu sein: Der Erlös des Herbstmarkts erreicht 52'000 Franken. [3]

1998 Erstmals backen die Landfrauen an der ZOM. Der Vorstand hofft, von der ZOM-Leitung auch 1999 angefragt zu werden. Die Standmiete ist mit 600 Franken für 5 Tage attraktiv. 744 Landfrauen zahlen ihren Beitrag ein. [3]

1999 Mehr als 120 Frauen erhalten eine Mahnung für den Mitgliederbeitrag. Erstmals führen die Landfrauen an der ZOM ein Beizli. Für die Lebensmittelstände am Herbstmarkt ist aufgrund neuer Hygienevorschriften ein Spuckschutz Pflicht. [3] Jakob Kunz aus Wald dreht am Herbstmarkt vom 24. bis 26. September einen 42-minütigen Film.

2000 Die Bezirksreise führt am 3. Oktober 2000 an die Viehschau nach Appenzell. [3] Am Landvolkabend im Hirschen Hinwil wird bekannt, dass der Herbstmarkt 1999 einen Reinerlös von 36'000 Franken erbracht hat. Jakob Kunz aus Wald zeigt einen Film, den er über den Markt gedreht hat. Das Echo vom Loorenhof, Wernetshausen, spielt auf. [11]

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Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Protokollbuch der Landfrauenvereinigung des Bezirks Hinwil mit handschriftlichen Einträgen vom 9. September 1975 bis 15. Oktober 1987.
  2. Schaufelberger, Elsi: (1985): Das Landvolk des Bezirks traf sich in Hinwil. Artikel in der Regionalzeitung Zürcher Oberländer vom 11. Februar 1985.
  3. 3,00 3,01 3,02 3,03 3,04 3,05 3,06 3,07 3,08 3,09 3,10 3,11 Protokollbuch der Landfrauenvereinigung des Bezirks Hinwil 1988 mit handschriftlichen Einträgen vom 19. November 1987 bis 18. Februar 1997 sowie beigelegten A4-Ausdrucken von Protokollen der Jahre 1998 bis 2002.
  4. 4,0 4,1 Ohne Autorenangabe (1988): Jubiläum der Landfrauenvereinigung des Bezirks Hinwil. Artikel in der Zeitung Zürcher Bauer, Ausgabe vom Freitag, 22. April 1988.
  5. Autorenangabe «E.S.» (1988): Landfrauenvereinigung feierte 50. Geburtstag. Artikel in der Regionalzeitung Zürcher Oberländer vom 20. April 1988.
  6. Autorenangabe «hl.»: (1988): Thema «Spannung» in entspannter Atmosphäre. Artikel in der Regionalzeitung Zürcher Oberländer vom 12. Dezember 1988.
  7. Autorenangabe «ip.»: (1991): Gemütlicher Landvolkabend in Hinwil. Artikel in der Regionalzeitung Zürcher Oberländer vom 27. Februar 1991.
  8. Autorenangabe «sue.» (1994): Wache Geister unter der Tracht. Artikel in der Regionalzeitung Zürcher Obleränder, Ausgabe vom Freitag, 19. April 1994.
  9. Künzi-Schnyder, Claudia: (1988): Delegiertenversammlung des Schweiz. Landfrauenverbandes im Kanton Zürich. Artikel in der Zeitung Der Zürcher Bauer, Ausgabe vom Freitag, 6. Mai 1994.
  10. Protokoll vom 24. März 1998 im Ordner Landfrauen Vereinig. Hinwil Adressen Protokolle Aktivitäten ab 1998
  11. Autorenangabe «mitg.»: (2000): Das Landvolk traf sich. Artikel in der Regionalzeitung Zürcher Oberländer vom 22. Februar 2000.
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