Laudan, Alfred (1920–2016)

Aus Hinwilpedia


Laudan, Alfred (1920–2016)

Portrait fehlt

Es ist kein Portrait dieser Person verfügbar.

Vor­name: Alfred
Nach­name: Laudan
Allianz­name: Homberger
Ge­schlecht: männlich
Geburts­datum: 1920
Todes­datum: 24. Oktober 2016
Todes­ort: Hinwil
Beruf: Wagner, Schreiner

Alfred Laudan (geb. 1920; gest. 24. Oktober 2016 in Hinwil). Alfred Laudan führte von 1946 bis 1988 in Hinwil eine Wagnerei/Schreinerei und ein Spielwarengeschäft.



Vorgeschichte

Alfred Laudans Grossvater Karl Laudan, geboren 1864 in Mecklenburg-Vorpommern, D, geht nach seiner Ausbildung zum Zimmermann auf Wanderschaft und findet in Altstetten bei der Zimmerei Kehl eine Stelle. Er heiratet Regula Kehl und lässt sich 1892 in Lütisburg, Toggenburg, einbürgern. Karl Laudan macht sich als Zimmermann selbständig. Die neun Kinder der Familie, darunter Alfreds Vater (geboren 1898), helfen in Werkstatt und Haushalt mit. Zwei Söhne wandern in die USA aus.[1]

Lebenslauf

1920 Alfred Laudan kommt als drittes Kind von XY Laudan und Emma Laudan-Kaiser zur Welt. Sein Vater versucht sich in verschiedenen Berufen und die Familie zieht immer wieder um. Als die Mutter 1922 an Tuberkulose erkrankt, zieht Alfred zu seiner Tante Berta, seine Geschwister zum Grossvater Karl Laudan.[1]

1925 ziehen die Kinder zurück zum Vater, der inzwischen eine andere Frau geheiratet hat.[1]

1926 Alfred besucht in Tann-Rüti die 1. und 2. Klasse.[1]

1929 Der Vater beschliesst, zu seinen Brüdern nach Amerika auszuwandern und die Kinder irgendwann nachzuholen. Alfred und sein Bruder Ernst werden von der Pro Juventute zu Frau Ochsner nach Wernetshausen vermittelt. Ende Februar ziehen die beiden in das Bauerndorf. Ihre Schwester Irma wird von der Familie Knecht in Rüti adoptiert.[1]

1934 schliesst Alfred die Schule ab.[1]

1936 Beginn der Lehre als Wagner in Mönchaltorf.[1]

1939 Alfred schliesst die Lehre ab, als sein Lehrmeister bereits in den Militärdienst eingezogen wurde.[1]

1940 Alfred wird in die Rekrutenschule eingezogen und anschliessend in den Militärdienst. Er und sein ehemaliger Lehrmeister kümmern sich abwechselnd um die Werkstatt.[1]

1942 Alfreds ehemaliger Lehrmeister stirbt überraschend an einem Herzschlag. Auf Wunsch der Hinterbliebenen führt Alfred den Betrieb weiter.[1]

1944 Alfreds Vater stirbt in den USA.[1]

1945 Alfred lernt Rosa Homberger kennen. Die beiden heiraten und suchen eine Wagnerei in der Gegend, als Einkommensgrundlage für die junge Familie.[1]

1946 Alfred Laudan kauft in Hinwil für 42’000 Franken das Haus an der Zürichstrasse 15 mit Wagnerei. Einen Teil davon bezahlt er mit dem Erbe des Grossvaters Karl Laudan, der kurz zuvor verstorben ist.[1]

3. Juli 1946 Alfred Laudan beginnt die Arbeit in seiner Wagnerei-Werkstatt. Sein Vorgänger hatte nebenbei bereits Skis und Schlitten verkauft und Alfred Laudan beginnt, Wisa-Gloria-Spielsachen anzubieten, um die schwindenden Wagnerei-Aufträge auszugleichen. Zudem nimmt er Schreinerarbeiten an und die Fertigung von Teilen für Bührer Traktoren und andere.[2]

1953 Umbau der Küche im Erdgeschoss zu einem Ladengeschäft. Alfred Laudan arbeitet in der Werkstatt, seine Frau führt den Laden nebenan. Der Start ist harzig, aber mit der Zeit werden Sortiment und Kundenkreis breiter.[2]

1960 Sohn Alfred (Fredy) kommt zur Welt.

1963 Die neue Partnerschaft mit Franz Carl Weber ist ein durchschlagender Erfolg. Der Umsatz wird verdoppelt und Alfred muss seiner Frau Rosa im Laden vor Weihnachten helfen.[2]

1970 Auf der anderen Strassenseite wird ein Ausstellungslokal dazugemietet.[2]

1983 Übergabe der Schreinerei an Sohn Fredy Laudan junior. Alfred Laudan steht mit Rat und Tat zur Seite und fertigt weiterhin die beliebten Bachtelschlitten.[2]

1988 Übergabe Spielwarenladen an Hans Rudolf Hutter, Wetzikon[2]

1996 Familie Laudan feiert 50 Jahre Geschäftstätigkeit.[3]

2011 Rosa Laudan-Homberger verstirbt.

2015 Alfred (Fredy) Laudan-Müller verstirbt.

24.10.2016 Alfred Laudan verstirbt.

Fotos

Bilder zu «Laudan, Alfred (1920–2016)»:


Siehe auch

Unterlagen im Archiv Ortsgeschichte Hinwil

  • Vortrag von Alfred Laudan im Samschtigkafi, Hinwil, 3. September 2011, Aufnahme im Archiv Ortsgeschichte Hinwil

Einzelnachweise

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 Vortrag von Alfred Laudan im Samschtigkafi, Hinwil, 3. September 2011, Aufnahme im Archiv Ortsgeschichte Hinwil
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Top Hinwil Nr. 31, November 1988
  3. Top Hinwil Nr. 76, November 1996
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung von Hinwilpedia. Durch die Nutzung von Hinwilpedia erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies speichern.