Masshard Sauerkraut Fabrik

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Die Masshards stammen ursprünglich aus Mühlethurnen im Berner Gürbetal, dem klassischen Schweizer Anbaugebiet für Kabis. Johann und Anna Masshard zogen 1911 erst ins Fricktal und 1920 weiter nach Hinwil. Dort erwarben sie das „Heimetli Heuweidli“ und begannen mit der Produktion von Sauerkraut. Die Lieferungen von Sauerkraut erfolgten mit Touren bis zu den Metzgereien in die Stadt Zürich. Die Masshards gehörten zu den ersten Lieferanten des Migros Gründers Gottlieb Duttweiler.


Vorgeschichte

Johann Masshard, der Sohn eines Kleinbauern und Wagners, wächst im Gürbental im Kanton Bern auf einem bescheidenen Heimwesen auf.[1]

Chronologie

1920 Am 1. April zieht Johann Masshard mit seiner Frau Anna nach Hinwil und übernimmt den Bauernbetrieb im Heuweidli. Der Familie werden drei Kinder geschenkt. 1917 Hans, 1921 Marta und 1928 Fritz. Die Masshards pflanzen bereits im ersten Jahr Kabis an. Im Herbst desselben Jahres beginnt bereits die Produktion von Sauerkraut.[2] Sie gründen die Masshard Sauerkraut Fabrik Hinwil. [3]

1925 Der Bau einer kleinen Sauerkrautfabrik beginnt. Mit Ross und Wagen wird in den ersten Jahren das Kraut in offenen Holzkübeln an Metzgereien in der Umgebung geliefert.[2]

1967 Fritz Masshard, der jüngste Sohn von Johann Masshard, übernimmt den Betrieb am 1. Dezember. In der Folge werden verschiedenen kleinere und mittlerer Sauerkrautbetriebe in der Ostschweiz aufgekauft und die Produktion in Hinwil ausgebaut. Verschiedene Oberländer Bauern bauen Kabis an und liefern diesen direkt vom Feld in die Fabrik zur Weiterverarbeitung. Zuerst wird der Strunck entfernt und danach der Kohl in feien Streifen geschnitten. Für den Gärprozess wird lediglich Kochsalz zugegeben. Später ermöglicht eine Pasteurisationsanlage auch den Verkauf von gekochtem Sauerkraut an grosse Verteiler, wie die Migros und Coop.[4] Die zwei anderen Geschwister von Fritz Masshard gründen in Urdorf und im Kanton Waadt eigene Sauerkrautbetriebe.[3]

1995 Erich Schöni übernimmt seinen Konkurrenten und es entsteht die Firma Schöni & Masshard AG.[4]

1990 Mit Marcel Masshard (er hat Weinbau studiert), Sohn von Hans Masshard, welcher nichts mit der Masshard AG Hinwil zu tun hat, steigt ins Geschäft ein.[3]

2000 Aus dem Fusionsprodukt Schöni & Masshard AG wird neu Schöni Swissfresh AG und Masshard Swisskraut AG.[2]

2006 Die Firma Schöni nimmt im oberaargauischen Oberbipp eine nach neusten Erkenntnissen konzipierte Produktionsanlage in Betrieb. [4]

2007 Über 50 Landwirte aus der Region liefern Kohl nach Hinwil. Die Firma Masshard Swisskraut AG verarbeitet mit 15 Mitarbeitenden (und zusätzlich 15 Saisonniers) in den Monaten August bis Dezember über 2100 Tonnen Weisskabis, 600 Tonnen Rotkohl, 250 Tonnen Randen so wie weitere Spezialitäten.[2]

2009 Die Sauerkrautproduktion in Hinwil wird eingestellt. [4]

Siehe auch

Fotos

Bilder zu «Masshard Sauerkraut Fabrik»:

Unterlagen im Archiv Ortsgeschichte

  • Dokumentenarchiv: Dossier Masshard Sauerkraut

Karte

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Literatur

  • Sauerkrautstunde H1480

Weblinks

Einzelnachweise

  1. TOP HINWIL (1991): Zeitschrift für die Hinwiler Bevölkerung. Herausgegeben von der Gemeinde Hinwil. Ausgabe Nr. 43, Seite 9.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 FORUM (2007): Zeitschrift Verkehrsverband Tösstal Zürcher Oberland. Ausgabe Nr. 9, 2007.
  3. 3,0 3,1 3,2 Informationen über die Firma Masshard von Ursula Thomas und Erika Masshardt, Töchter von Fritz Masshard, Februar 2026.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 TOP HINWIL (2012): Zeitschrift für die Hinwiler Bevölkerung. Herausgegeben von der Gemeinde Hinwil. Ausgabe Nr. 216, 30. Mai 2012.
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