Egli, Niklaus (1943–2026)
| Egli, Niklaus (1943–2026) | |
|---|---|
| Vorname: | Niklaus |
| Nachname: | Egli |
| Allianzname: | Hänni |
| Geschlecht: | männlich |
| Geburtsdatum: | 17. August 1943 |
| Geburtsort: | Rüti |
| Todesdatum: | 10. April 2026 |
| Todesort: | Wetzikon |
| Beruf: | Arzt |
| Amt: | 1982–1986 Ref. Kirchenpflege, 1998–2006 Gemeinderat |
| Religion: | evangelisch-reformiert |
| Partei: | SP Sozialdemokratische Partei |
Niklaus Egli (geb. 17. August 1943 in Rüti; gest. 10. April 2026 in Wetzikon). Niklaus Egli war ein engagierter Hausarzt und in dieser Funktion in vielen Ärztegremien tätig. Daneben liebte er die Musik, das Klavier- und Orgelspielen, das Reisen, Wandern und Skifahren mit der Familie. Neben der Arbeit und seiner Familie war er im Militär Hauptmann der Sanität. Als politisch Interessierter engagierte er sich in der reformierten Kirchenpflege und im Gemeinderat sowie in der Sozialdemokratischen Partei.
Leben
1943 Am 17. August kommt Niklaus Egli als viertes Kind von Elsa und Ernst Egli im Spital in Rüti zur Welt. Er wächst mit seinen Eltern und den Geschwistern Hans, Gret und Frank in Tann (Rüti) in der Dachwohnung des Sekundarschulhauses auf, wo sein Vater als Lehrer tätig ist. Er besucht Kindergarten und Primarschule in Tann und nach der 6. Primarklasse die Kantonschule Zürcher Oberland (KZO) in Wetzikon. Er ist sehr musikalisch, spielt Klavier und Orgel, entscheidet sich aber für das Medizinstudium. [1]
1962 Beginn des Medizinstudiums an der Universität in Zürich.[1]
1961–1965 Als begeisterter Basssänger in der Engadiner Kantorei besucht er mehrmals mit dem Chor Israel. Während der gemeinsamen Vorbereitungen auf eine weitere Chorreise lernt er Annemarie Hänni kennen. [1]
1966 Niklaus Egli und Annemarie Hänni heiraten am 8. Oktober. Dieser Ehe werden drei Kinder geschenkt: 1968 Martina, 1970 Judith und 1971 David. [1]
1969 Nach dem Abschluss des Staatsexamens schreibt er seine Dissertation in Medizingeschichte zum Thema Der Prix Montyon de Physiologie expérimentale im 19. Jahrhundert, welche er 1970 einreicht. [1]
1972 Die Familie zieht nach Ohringen, weil Niklaus Egli als Assistenz- und Oberarzt im Kantonsspital Winterthur tätig ist. [1]
1975 Im März reist die ganze Familie nach Masana in Südafrika. Sie beziehen ein einfaches Haus mit einem grossen Garten. Niklaus Egli arbeitet dort im Spital. [1]
1976 Der befreundete Hausarzt Johannes Meili aus Hinwil schreibt ihm in einem Brief, im neuerbauten Postgebäude sei eine Praxis geplant. Deswegen entscheidet sich die Familie vorzeitig in die Schweiz zurück zu reisen. Der Vater von Annemarie Egli, Otto Hänni, richtet die Praxis ein. So kann Niklaus Egli nach der Rückkehr die Praxis an der Bahnhofstrasse 10 eröffnen. Die Familie mietet ein Haus im unteren Dorfteil von Hinwil an der Schweipelstrasse 50. [1]
1980 Die Familie kauft das Haus an der Ringwilerstrasse 23 und zieht ins Alpenblickquartier. [1]
1982 Niklaus Egli ist sehr aktiv als Hausarzt. So präsidiert er vier Jahre die Ärztegesellschaft Zürcher Oberland. Er wird in den Vorstandsausschuss der Ärztegesellschaft des Kantons Zürich gewählt. Er ist zuständig für das Ressort Sozial- und Präventivmedizin, für Drogenfragen, Altersfragen und Gefängnismedizin. Er ist Mitglied mehrerer kantonaler Kommissionen, wie der Aids-Kommission und derjenigen für Methadonrichtlinien und die Spritzenabgabe an Drogenpatienten. Er ist einer der ersten Ärzte, die Spritzen an Süchtige abgeben. [1]
1982 Niklaus Egli gehört von 1982 bis 1986 der reformierten Kirchenpflege an. [1]
1990 bis 2000 ist er Mitglied der Fakultären Instanz für Hausarztmedizin und somit Lehrbeauftragter für Hausarztmedizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich. [1]
1992 bis 2002 ist er als Delegierter der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin in einer europäischen Gruppe (Equip) für die Qualitätssicherung in der Hausarztpraxis und in der europäischen Task Force für Prävention und Gesundheitsverbesserung tätig. [1]
1992/93 Niklaus Egli ist in zwei Einsätzen für vier Monate bei den UNO-Blauhelmen in der West-Sahara (Swiss Medical Unit) im Auftrag des Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) tätig. Seine Aufgabe ist die medizinische Betreuung des UNO-Personals und von Flüchtlingen (United Nations Organization, UNO). [1]
1993 Ab 1993 führt er seine Arztpraxis gemeinsam mit Michael Peltenburg. [1]
1995 Von 1995 bis 2001 präsidiert er die Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Hinwil (GOH). 1995 tritt er in die Sozialdemokratische Partei ein. Ab 2008 bis 2019 ist er im Vorstand tätig und langjähriges Mitglied der Arbeitsgruppe Alter und ab 2010 Mitglied der kantonalen SP-Gesundheitskommission. [1]
1998 Für die SP Hinwil nimmt er bis 2006 Einsitz im Gemeinderat. Er ist Präsident der Vormundschaftsbehörde und Delegierter in der Aufsichtskommission des Spitals Wetzikon. In der Natur- und Heimatschutzkommission ist er wesentlich an der Lancierung des Landschaftsentwicklungskonzeptes (LEK) beteiligt und setzt vorausschauend Meilensteine als Basis für die heutige Pflege von Natur- und Umwelt in Hinwil. [2]
2008 Kulturschaffende und Kulturinteressierte gründen den Verein kulturhinwil. Niklaus Egli ist Mitinitiator und Gründungsmitglied des Vereins und bis 2011 Vorstandmitglied. Die bestehende Kulturkommission der Gemeinde soll durch diesen Verein unterstützt und ergänzt werden; kulturhinwil bemüht sich, das Hinwiler Kulturleben zu fördern, zu koordinieren und teilweise auch zu organisieren. [3]
2012 Als Niklaus Egli älter wird, sucht er nach einem Nachfolger/einer Nachfolgerin für seine Praxis. Da es sehr schwierig ist, arbeitet er bis er fast 70 Jahre alt ist. 2012 kann er seine Praxis einem Krankenversicherer verkaufen (Medbase Hinwil) . [1]
2025 Seine Demenzerkrankung macht einen Umzug vom Einfamilienhaus an der Ringwilerstrasse in die Sonnweid in Wetzikon nötig. Zusammen mit Annemarie tritt er im August 2025 in diese Institution ein. [1]
2026 Am Morgen des 10. April 2026 schläft Niklaus Egli ruhig ein. [1])
Fotos
Bilder zu «Egli, Niklaus (1943–2026)»:
Siehe auch
- Bahnhofstrasse 10
- Schweipelstrasse 50
- Ringwilerstrasse 23
- Gemeinnützige Gesellschaft Bezirk Hinwil GGBH
- Sozialdemokratische Partei Hinwil
Unterlagen im Archiv Ortsgeschichte Hinwil
- Dokumentenarchiv: Personen: Egli Niklaus
Weblinks
- Medbase Hinwil Aufgerufen am 8. Mai 2026
- Sonnweid Aufgerufen am 8. Mai 2026
Einzelnachweise
- ↑ 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 Egli Niklaus, (1943–2026) Lebenslauf, erhalten von der Familie Egli, Mai 2026 (Personendossier im Archiv Ortsgeschichte Hinwil.)
- ↑ TOP Hinwil (2026): Zeitschrift für die Hinwiler Bevölkerung. Herausgegeben von der Gemeinde Hinwil. Ausgabe Nr. 355, Seite 8, vom 29. April 2026.
- ↑ Protokolle „kulturhinwil“, erhalten von Esther Alder, Mai 2026