Friedhofstrasse 7

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Die unterirdische Anlage wurde als Sanitätshilfsstelle erbaut, war für den Betreib durch den Zivilschutz in Krisenzeiten vorgesehen und trägt die Bezeichnung GUP («Geschützte Unterkunft für Partnerorganisationen»). Heute gehören die Räume der Gemeinde Hinwil. Hier befindet sich das Schaulager des Ortsmuseums Hinwil zusammen mit dem Archiv Ortsgeschichte Hinwil, dem Vereinsarchiv Hinwil und der lokalhistorischen Bibliothek Friedhofstrasse 7. Ausserdem haben die Schule und diverse Vereine hier Lagerräume zur Verfügung.

Allgemein

Anschrift
Friedhofstrasse 7
8340 Hinwil
Ortslage
Dorf

Kurzbeschreibung

Ehemalige Sanitätshilfsstelle, heute als Teil des Ortsmuseums und als Lagerraum für Vereine und die Schule genutzt.

Objektdaten

Objekt­nummer (HinwilPedia)
1340
Gebäude­versicherungs­nummer GVZ (Assekuranz­nummer)
2138
Grundstücks­nummer / Parzellen­nummer
7642
Nutzung der Liegenschaft
Unterirdisches Gebäude
Quelle GISZH
Stand: 2. Mai 2018

Chronologie

Die Anlage kostet knapp zwei Millionen Franken. [1]

1976 Am 7. und 8. Mai ist die Bevölkerung zum Besuch der Anlage eingeladen. Über 1000 Personen nehmen teil. Zivilschutz-Ortschef Fritz Kübler dankt in einer Ansprache seinem Vorgänger und Gemeinderat Emil Frei für seinen Einsatz bei der Umsetzung des Baus. In der Turnhalle Breite ist eine Ausstellung über den Zivilschutz zu sehen, im Singsaal eine Tonbildschau. Wer will, kann eine Eimerspritze kaufen oder den eigenen Blutdruck und Blutzucker messen lassen. . In der Sanitätshilfsstelle ist mit Hilfe von Schaufensterpuppen der Operationsbetrieb dargestellt. [2] Dazu arbeiten Samariterinnen mit dem Zivilschutzpersonal zusammen. [3] Ein Zeitungstext beschreibt im Detail den Weg der Patienten durch die Schleusen und ihre Sortierung in Fälle für ambulante oder stationäre Behandlung, «(ob ...) operiert werden muss oder ob keinerlei Hoffnung mehr für sein Überleben besteht.» [3] Details zur Hilfsstelle folgen: Platz für 136 Patienten und 70 Personen Besatzung, 225'000 Liter Trinkwasser in Tanks, Kochkapazität für 250 Personen, Autonome Stromversorgung für 14 Tage. Ortschef Fritz Kübler weist auf ein Problem hin: «Obwohl man personell in Hinwil gut dotiert sei, habe man anlässlich der in den letz­ten Tagen in der neuen Sanitätshilfstelle durchgeführten Übung feststellen müssen, dass im Ernstfall in entscheidendem Masse das notwen­dige Fachpersonal wie Ärzte, Chirurgen und Schwestern fehlen würde. Diese Leute zu be­schaffen, sei nun Aufgabe des Gemeinderates.» [2]

2014 Der Vorstand der GOH vernimmt, dass die Sanitätshilfsstelle geräumt wird und beschliesst, sich dort um Lagerraum zu bemühen. [4]

Fotos / Dateien

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Externe Kartenausschnitte

Einzelnachweise

  1. ↑ Flugblatt mit Einladung zum Tag der offenen Tür vom 7./8. Mai 1976 vom Gemeinderat und Zivilschutz Hinwil. Jahreschronik Hinwil 1976, Seite 54.
  2. ↑ 2,0 2,1 Regionalzeitung Zürcher Oberländer vom 11. Mai 1976.
  3. ↑ 3,0 3,1 Regionalzeitung Zürcher Oberländer vom 5. Mai 1976.
  4. ↑ Protokoll des Vorstandes der Gesellschaft Ortsmuseum Hinwil vom 3. September 2014.

Schlagworte

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