Farner, Ulrich (1855–1922)

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Farner, Ulrich (1855–1922)

Portrait von Farner, Ulrich (1855–1922)
Portrait von Ulrich Farner, 1913

Vor­name: Ulrich
Nach­name: Farner
Allianz­name: Honegger; später: Böckli
Ge­schlecht: männlich
Geburts­datum: 28. Juli 1855
Geburts­ort: Oberstammheim
Todes­datum: 21. Juli 1922
Todes­ort: Kilchberg ZH
Beruf: Journalist, Dichter, Kaufmann
Religion: evangelisch-reformiert
VIAF: Kennung des Eintrags zur Person im „Virtual International Authority File (VIAF)“. 77337153
GND: Kennung des Eintrags zur Person in der „Gemeinsamen Normdatei (GND)“. 127470913
Wikidata: Kennung des Eintrags zur Person bei „Wikidata“. Q94934971

Ulrich Farner (geb. 28. Juli 1855 in Oberstammheim; gest. 21. Juli 1922 in Kilchberg ZH). Ulrich Farner war ein Dichter und Verfasser von Lustspielen und Festspielen. Mit Hinwil ist er durch sein Festspiel für das Bezirksgesangsfest Hinwil 1913 verbunden.



Titelseite von Farners Festspiel für das Bezirksgesangsfest Hinwil 1913
Postkarte des Festspiels, 1913

Leben

1855 Geburt in Oberstammheim als Sohn eines Spenglermeisters.[1]

1875 Nach kaufmännischer Tätigkeit in Schaffhausen und Zürich begibt sich Farner beruflich für ein Jahr nach Mailand und befasst sich nebenbei mit der italienischen Literatur.[2]

1880 Farner gibt seinen Kaufmannsberuf auf und arbeitet vollberuflich als Dichter und Journalist in Zürich und St. Gallen, ab 1883 unter anderem für die von ihm gegründete «Schweizer Freie Volkszeitung». Literarisch tritt er vor allem als Verfasser von Lustspielen in Erscheinung, teilweise in Zürcher Mundart.[3]

1906 Farner bezieht die Villa des bedeutenden Zürcher Dichters Conrad Ferdinand Meyer in Kilchberg ZH.[4]

1913 Für das Bezirksgesangsfest Hinwil 1913 wird Farner mit dem Verfassen eines Festspiels beauftragt. Das Werk mit dem vollen Titel Des Bachtels Gruss aus alter und neuer Zeit. Ein Festspiel zu Ehren des Bezirkgesangsfestes in Hinwil 1913 wird in der Buchdruckerei A. Camenisch in Hinwil publiziert und am 6. Juli aufgeführt. Das Werk handelt von der Besiedlung Hinwils durch die Alemannen. Neben Alemannen wie dem aus den Quellen nicht bekannten und daher weitgehend fiktiven Namensgeber der Ortschaft Hinwil, Huninchin, treten allegorische Figuren wie Helvetia, Turica und der Bachtel selbst mit breitem Zürcher Oberländer Dialekt auf.[5]

1922 Tod in Kilchberg.

Werke (Auswahl)

  • Felix und Eulalia, Satire, 1876.
  • De lätz Herr Meyer, Lustspiel, 1880.
  • Ufenau, Roman, 1884.
  • Die Bettel-Urschel, Volksschauspiel, 1886.
  • Die Braut auf Hohenklingen, Vaterländisches Volksschauspiel, 1896.
  • E moderni Familie, Lustspiel, 1903.
  • Zürcher Oberländer Bergzauber, Festspiel, 1908.
  • Des Bachtels Gruss aus alter und neuer Zeit., Festspiel, 1913.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten des neunzehnten Jahrhunderts. Leipzig 1885, S. 192.
  2. Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten des neunzehnten Jahrhunderts. Leipzig 1885, S. 192.
  3. Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten des neunzehnten Jahrhunderts. Leipzig 1885, S. 192.
  4. Neue Zürcher Nachrichten, 17. September 1906.
  5. Farner, Ulrich: Des Bachtels Gruss aus alter und neuer Zeit. Ein Festspiel zu Ehren des Bezirkgesangsfestes in Hinwil 1913. Hinwil 1913.
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