Suremann, Bauunternehmung
Seite in Bearbeitung Bea Hagen
Die Bauunternehmung Suremann wurde 1911 von Johannes Suremann an der Gossauerstrasse gegründet. Im Jahr 1941 übernehmen seine beiden Söhne die Firma. Ab 1946 führte Werner Suremann das Geschäft allein weiter. Wann die Bauunternehmung aufgegeben wurde, ist nicht bekannt.
Vorgeschichte
1895 Seit 1895 sind alle Vorfahren der Familie Suremann als Bauern in Mönchaltorf wohnhaft. Der letzte Nachkomme ist 1913 gestorben. Der älteste Sohn, Johannes Suremann ist seit 1998 als Baumeister in Hinwil ansässig.[1]
1897 Johannes (auch genannt Johann oder Jean) Suremann heiratet am 22. Juli Marie Schüepp. Dieser Ehe werden sechs Kinder geschenkt: 1899 Emil, 1900 Walter, 1903 Marie, 1906 Hans, 1908 Werner, 1909 Anna.[1]
Chronologie
1898 Johannes Suremann kann an der Gossauerstrasse 6 eine bereits bestehende Zimmerei erwerben. Im Laufe der Jahre vergrössert er die Liegenschaft und baut es zu einer mechanischen Zimmerei, Schreinerei und Glaserei aus.[2]
1911 Johannes Suremann kann das sich in der Nähe befindende Maurergeschäft von Jaques Greutert erwerben. Dies ist die Gelegenheit, das Unternehmen zu einem ansehnlichen Baugeschäft zu erweitern.[2]
1913 Am Bezirksgesangsfest Hinwil 1913 vom 6. Juli wirkt Johannes Suremann, selber aktiver Sänger, im Organisationskomitee (Ressort Bauten) mit.
1927 Emil Suremann, ältester Sohn von Johannes Suremann, von Beruf Bautechniker, kollidiert am Bahnübergang an der Dürntnerstrasse im Auto der Bauunternehmung mit dem herannahenden Zug und verliert dabei seinen Fuss. Fortan ist er mit einer Prothese unterwegs, gestützt auf einen Gehstock.[3]
1928 Der Chauffeur des Baugeschäfts Suremann, Karl Frei verunglückt tödlich am 6. August abends um 20:30 Uhr mit seinem Töff, zwischen Loch und Grimmetstall. [4]
1931 Emil Suremann verheiratet mit Frida Suremann–Brunner, ist Gemeinderat von 1931–1938, und Gemeindepräsident von 1938–1944. Er amtet neu als Gemeindeamman (Betreibungsbeamter) und arbeitet nicht mehr in der Bauunternehmung mit.[1]
1941 Ab 1. Januar geht das Geschäft der Bauunternehmung an die beiden Söhne von Johannes Suremann über. Die Söhne Walter und Werner führen nun mit maschineller Einrichtung und Anschaffung notwendiger Baumaschinen Hoch- und Tiefbauten, Bachkorrekturen, Wohnhäusern und Wohnkolonien (Lenzdörfli und Gossauerstrasse) durch.[2]
1946 Zum Jubiläumfestspiel 1200 Jahre Hinwil Volk der Freiheit - Freilichtspiele 1946 wirkt Johannes Suremann aktiv mit.
Später steigt Walter Suremann aus dem Baugeschäft aus und arbeitet danach bei der kantonalen Gebäudeversicherung. Werner Suremann führt von da an das Geschäft allein weiter. Hans Suremann, der Sohn von Emil Suremann, arbeitet nach seiner Rückkehr aus Neuenburg, wo er die Handelsschule absolviert hat, einige Zeit im Baugeschäft. Danach wechselt er zur Firma J. Suter & Cie. AG Eisen- und Metallwarenfabrik als Prokurist, wo er bis zu seiner Pensionierung tätig ist.[3]
1950 Zum Jubiläum 100 Jahre Männerchor Hinwil schreibt Johannes Suremann, aktiver Sänger und Mitglied des Männerchors, eine Festschrift.
1952 Johannes Suremann, Gründer der Bauunternehmung stirbt am 8. November 1952.[1]
Wann genau Werner Suremann die Bauunternehmung aufgibt ist nicht bekannt. [3]
Erzählungen zur Bauunternehmung Suremann
2026 Der bald hundertjährige Hans Suremann, Sohn von Emil Suremann und Enkel von Johannes Suremann erinnert sich:
»Ein Arbeiter der Bauunternehmung Suremann sei an der Bachverbauung (Bachkorrektion) im Loch am Arbeiten gewesen. Plötzlich sei ihm aus der Wasserröhre ein Hut entgegengeschwommen. Kurz darauf sei auch noch Köbel (Jakob) Huber durch die Röhre herausgerutscht. Offenbar ist dieser betrunken oberhalb der Bachverbauung in den Schluhach gefallen.» [3]
2026 Käthi Suremann, Tochter von Hans Suremann und Urenkelin von Johannes Suremann erzählt:
«Sie wohne ihn einem der Holzbarackenhäuser an der Gossauerstrasse 31. Diese Häuser wurden ursprünglich in Schaffhausen als Unterkünfte für die notleidende Bevölkerung erstellt, welche beim Bombardement durch die Amerikaner am 1. April 1944 ihre Häuser verloren hatten. Die Bauunternehmung Suremann hat fünf dieser nicht mehr benötigten Häuser erworben und an der Gossauerstrasse wieder aufgebaut. Mit der Zeit sind die Häuser (Gossauerstrasse 31, 33, 35, 37 und 39) allerdings angebaut und zeitgemäss umgebaut worden.» [5]
Siehe auch
- Medium:100 Jahre Männerchor Hinwil
- Medium:Bau Buch
- Lenzdörfli
- J. Suter & Cie. AG Eisen- und Metallwarenfabrik
- Gossauerstrasse 31
- Gossauerstrasse 33
- Gossauerstrasse 35
- Gossauerstrasse 37
- Gossauerstrasse 39
Fotos
Bilder zu «Suremann, Bauunternehmung»:
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Auszug aus dem BAU BUCH, 1909
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BAU BUCH Suremann Bauunternehmung, 1909
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Schwarzbachkorrektion Hinwil-Unterwetzikon, um 1944
-
Neujahrskarte Suremann Bauunternehmung, 1944
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Suremann Bauunternehmung, 1955
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Ansichtskarte von der Arbeitersiedlung Lenzdörfli, um 1948
Unterlagen im Archiv Ortsgeschichte
- Dokumentenarchiv: Dossier Suremann Baugeschäft
Karte
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 Stammbaum Familie Suremann, in den Unterlagen zu Suremann Bauunternehmung im Archiv Ortsgeschichte.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 Chronik Bezirk Hinwil 1944 im Archiv Ortsgeschichte.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 Mündliche Informationen von Hans Suremann, Sohn von Emil Suremann, Januar 2026.
- ↑ ohne Autorenangabe (1928): Antiquarische Gesellschaft Hinwil. Jahrheft 1928. (Vorhanden im Archiv Ortsgeschichte Hinwil)
- ↑ Mündliche Informationen von Käthi Suremann, Enkelin von Emil Suremann, Januar 2026.