Suremann, Emil (1899–1982)
| Suremann, Emil (1899–1982)
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| Vorname: | Emil |
| Nachname: | Suremann |
| Allianzname: | Brunner |
| Geschlecht: | männlich |
| Geburtsdatum: | 29. März 1899 |
| Todesdatum: | 1. Juni 1982 |
| Beruf: | Bauführer, Gemeindeammann |
| Amt: | Gemeinderat Hinwil (1931–1938), Gemeindepräsident Hinwil (1938–1944), Bezirksrichter (1947–1956), Bezirksgerichtspräsident |
Emil Suremann (geb. 29. März 1899; gest. 1. Juni 1982). Emil Suremann war als Bauführer in der Bauunternehmung seines Vaters tätig. Nach einem Unfall wird er Gemeindeammann. 1931 wird er in den Gemeinderat gewählt und während des 2. Weltkriegs war er Gemeindepräsident. Danach amtete Emil Suremann als Bezirksrichter und Bezirksgerichtspräsident.
Leben
1899 Am 29. März wird Emil Suremann als ältestes von sechs Kinder von Johannes (auch genannt Johann oder Jean) Suremann und Marie Suremann–Schüepp geboren. Er absolviert nach einer Zimmermann- und Maurerlehre das Technikum in Winterthur. Nach seiner Ausbildung arbeitet er als Bauführer im Baugeschäft seines Vaters, bestehend aus Maurerei, Zimmerei, Schreinerei und Glaserei.[1]
1924 Am 21. Mai heiratet Emil Suremann Frieda Brunner geboren am 31. August 1998. Der Ehe werden zwei Kinder geschenkt, 1927 Hans und 1936 Vroni.[1]
1927 Am 18. August verunfallt Emil Suremann am Bahnübergang an der Dürntnerstrasse mit dem mit Maschinen schwer beladenen Auto der Bauunternehmung Suremann. Er kann das Auto im letzten Moment etwas ablenken, sodass es nicht zu einem direkten Zusammenstoss mit dem herannahenden Zug kommt. Emil Suremann wird eingeklemmt. Trotz ärztlicher Hilfe durch Doktor Amstad muss ihm im Spital Rüti sein Fuss amputiert werden. Fortan ist er mit einer Prothese unterwegs, gestützt auf einen Gehstock.[2]
1929 Emil Suremann kann das Dreifamilienhaus «zum Grundstein» an der Dürntnerstrasse 45 erwerben und wohnt mit seiner Familie in der Parterrewohnung. Zum Haus gehört viel Land mit Obstbäumen und einem Gemüsegarten.[3]
1930 Der Unfall im Jahr 1927 zwingt Emil Suremann zu einem Berufswechsel; er wird als Gemeindeammann (Betreibungsbeamter) gewählt. Die neue Tätigkeit macht die Anschaffung eines Autos nötig, ein Fiat. Es ist eines der ersten Autos in Hinwil. Weiterhin besorgt er Büroarbeiten für die Bauunternehmung.[3]
1931 Wahl in den Gemeinderat.[3]
1938 Emil Suremann wird zum Gemeindepräsidenten gewählt und die Gemeinde verleiht ihm das Hinwiler Bürgerecht. Gemäss den Aufzeichnungen seines Sohnes Hans Surenmann, gehörte folgendes zum Amt als Gemeindevorsteher während den Kriegsjahren: «Zu seinen Obliegenheiten gehörten unter anderem die Gründungen der Ortswehr, der Kriegsfürsorgekommission und die Vorbereitung einer eventuellen Evakuation der Bevölkerung. Auch war er Mitglied der Kommission für die Reorganisation der Zürcher Privatbahnen, Mitglied der Genossenschaft für die Wiederherstellung der durch das Unwetter vom August 1939 im Zürcher Oberland entstandenen Schäden, für die er die Buchhaltung führte. Bei über 350 Geschädigten eine immense Arbeit. Die Moral der Bevölkerung war im ersten Kriegsjahr oftmals ‘’’brenzlig’’’ und die Gemeindepräsidenten wurden von Bern aus aufgefordert, einen ‘’’Armeetag’’’ zu organisieren und an einer öffentlichen Veranstaltung den Mitbürgerinnen und Mitbürgern den Ernst der Weltlage kundzutun.»[3]
1940 Am 4. Mai hält Emil Suremann als Gemeindepräsident eine patriotische Ansprache auf dem Dorfplatz. [3]
1944 Der Stress der Kriegsjahre geht nicht ohne Folgen an ihm vorbei. Wegen eines schweren Augenleidens muss er sich auf Anraten seines Augenarztes entschliessen, das Amt des Gemeindepräsidenten niederzulegen.[3]
1947 Emil Suremann wird als Bezirksrichter gewählt. Dies bedingt den Verzicht auf das Betreibungsamt, da dieses der Kontrolle durch das Bezirksgericht untersteht.[3]
1952 Im Sommer kann er den Umzug vom Gebäude an der Dürntnerstrasse 45 ins neue Bezirksgebäude an die Gerichtshausstrasse 12 miterleben. Als ihm bald danach die Jugendanwaltschaft übertragen wird, muss er sich gründlich in das Jugendstrafrecht einarbeiten. «Es war eine dankbare, aber nicht immer leichte Arbeit, besonders dann nicht, wenn es im Elternhaus der straffällig gewordenen Jugendlichen am nötigen Verständnis fehlte.»[3]
1956 Wahl zum Bezirksgerichtspräsidenten. [3]
1958 Sie Ehefrau von Emil Suremann, Frieda Surenmann–Brunner, stirbt nach kurzer Krankheit. Er gibt seine restlich verbliebenen Ämter, z.B. die Wasserversorgung Hinwil, die Spitalkommission Rüti und die Buchhaltung der Unwettergenossenschaft, ab.[3]
1982 Am 1. Juni stirbt Emil Suremann im Alter von 83 Jahren.[3]
Fotos
Bilder zu «Suremann, Emil (1899–1982)»:
Siehe auch
Unterlagen im Archiv Ortsgeschichte Hinwil
- Dokumentenarchiv: Dossier Suremann Bauunternehmung
- Dokumentenarchiv: Dossier Emil Suremann
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Stammbaum Familie Suremann, in den Unterlagen zu Suremann Bauunternehmung im Archiv Ortsgeschichte.
- ↑ Zeitungsbericht zum Unfall, in den Unterlagen zu Suremann Bauunternehmung im Archiv Ortsgeschichte.
- ↑ 3,00 3,01 3,02 3,03 3,04 3,05 3,06 3,07 3,08 3,09 3,10 Aufzeichnungen von Hans Suremann, Sohn von Emil Suremann, Januar 2026.